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15.09.2014

Informationsabend - Verfolgung religiöser Minderheiten im Iran

Das Bahaitum ist eine weltweit verbreitete Religion und stellt in ihrem Ursprungsland, dem Iran, die größte religiöse Minderheit. Trotz ihrer durchweg friedlichen Religionsausübung werden Mitglieder der Bahai systematisch von iranischen Behörden verfolgt und schikaniert. Zusätzlich zu der bereits seit einigen Monaten laufenden Unterschriftenaktion der Ratinger Gruppe von Amnesty International für sieben im Iran inhaftierte führende Mitglieder der Bahai hat die Gruppe am Montag den 15.09.2014 zu einem Informationsabend über die Kultur der Bahai und deren systematische Verfolgung im Iran eingeladen. Eine in Ratingen lebende und ursprünglich aus dem Iran stammende Bahai hat über ihre Kultur und die schwierige Situation der Bahai im Iran berichtet und Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer beantwortet.

Zum Hintergrund: Seit 2008 befinden sich sieben führende Mitglieder der Bahai in Haft, wobei ihr einziges „Vergehen“ darin bestand, friedlich ihre Religion ausgeübt zu haben. Amnesty International betrachtet die fünf Männer und zwei Frauen daher als sogenannte gewaltlose politische Gefangene und setzt sich für deren Freilassung ein. Das Gerichtsverfahren, in dem die sieben Bahai von einem Teheraner Revolutionsgericht zu 20 Jahren Haft verurteilt wurden, genügte nicht den Standards für faire Verfahren. So wurde beispielsweise bei einer Verhandlung versucht, die Anwälte der Angeklagten auszusperren. Seither sind die sieben Bahai-Mitglieder den harten Haftbedingungen in einem Gefängnis bei Teheran ausgesetzt und erhalten nur zeitweilig die Erlaubnis, Ihre Anwälte zu kontaktieren.